Mädchen

Mädchen in Entwicklungsländern.

Viele fragen sich vielleicht, warum uns die Förderung von Mädchen so sehr am Herzen liegt. Die Erklärung ist so einfach wie traurig: Es ist eine Tatsache, dass Mädchen weltweit doppelt benachteiligt sind: weil sie weiblich und jung sind.

Im Krankheitsfall erhalten Mädchen oft keine medizinische Versorgung. Sie sind häufiger körperlicher und seelischer Gewalt ausgesetzt. Sie werden früh verheiratet und bekommen sehr jung Kinder. Mädchen und junge Frauen sind besonders von Kinderhandel sowie von wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung betroffen. Manche von ihnen werden gar nicht erst geboren: In vielen Ländern werden weibliche Föten abgetrieben. Doch all das ist nicht nur Pech: Es ist eine Verletzung der Menschenrechte!

Oftmals erkennen Familien den Wert einer guten Ausbildung nicht an und ziehen es vor, dass ihre Töchter zu Hause arbeiten. Darüber hinaus werden Mädchen häufig ungewollt schwanger und müssen deshalb heiraten. Viele von ihnen erleben sexualisierte Gewalt in der Schule. Wenn die Schule weit vom Elternhaus entfernt liegt – was bei weiterführenden Schulen oft der Fall ist –, befürchten viele Eltern, dass ihren Töchtern auf dem Schulweg etwas zustoßen könnte.

Bildung ist mehr als Lesen und Schreiben. Bildung beeinflusst junge Mädchen in vielerlei Hinsicht. Bildung ist viel mehr als der Erwerb von Kenntnissen in Mathematik, Lesen und Schreiben. Höhere Bildung sollte Mädchen Lebenskompetenzen vermitteln, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen und eigene Entscheidungen treffen können, beispielsweise in Bezug auf ihre reproduktive Gesundheit.

Krisen, Kriege und Naturkatastrophen wirken sich auf unser aller Leben aus, insbesondere aber auf das Leben von Mädchen und jungen Frauen.

Im Folgenden einige Fakten und Zahlen aus der „Mädchenstudie“ von Plan International:

Überleben: Die steigende Zahl weiblicher Fötizide in einigen Ländern zeigt, dass Mädchen bereits im Mutterleib diskriminiert werden. In solchen  Gesellschaften sind auch etwa 100 Millionen Mädchen unterernährt. Etwa 450 Millionen Frauen in Entwicklungsländern sind aufgrund eines permanenten Proteinmangels in ihrer Kindheit unterentwickelt.

 Familienleben: Millionen von Mädchen in Entwicklungsländern sind von Frühverheiratung bedroht. Sie müssen mit den Risiken leben, die sich aus dieser Tatsache ergeben und ihre Bildung, ihre Gesundheit und ihre wirtschaftlichen Chancen beeinträchtigen. In der Subsahara-Region beispielsweise werden 60 von 100 Mädchen zwischen 12 und 19 Jahren verheiratet, da die bestehenden Gesetze zu ihrem Schutz nicht umgesetzt werden. – Ungefähr 140 Millionen Mädchen sind betroffen.

Etwa 144 Millionen Mädchen und Frauen wurden genitalverstümmelt. Jedes Jahr sind weitere etwa 2 Millionen Mädchen betroffen.

Bildung: 65 Millionen Mädchen im Grundschulalter besuchen keine Schule. Das sind mehr als alle Mädchen Nordamerikas und Europas zusammen. – Obwohl sich die Bildung von Mädchen in den nördlichen Ländern verbessert hat, verdienen Frauen für die gleiche Arbeit immer noch weniger als Männer. Außerdem arbeiten Frauen häufiger in schlecht bezahlten Jobs.

Gesundheit: Die häufigste Todesursache junger Frauen zwischen 15 und 19 Jahren in Entwicklungsländern ist Schwangerschaft. Jedes Jahr sterben eine halbe Million Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft. – Mädchen und Frauen sind unterdessen einem höheren Risiko ausgesetzt, sich mit dem HIV zu infizieren als Männer. 59 Prozent der HIV-positiven Menschen über 15 Jahren in Subsahara-Afrika sind weiblich.

Arbeit: 90 Prozent der Kinder, die in ausländischen Haushalten arbeiten, sind Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Sie sind einem hohen Risiko sexueller und wirtschaftlicher Ausbeutung ausgesetzt und werden häufig Opfer von Gewalt und Missbrauch.

Die weltweiten Maßnahmen von Plan verschaffen ihnen Schutz, Bildung, Gesundheit, politische Teilhabe, und Unabhängigkeit – und eröffnen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben

Ban Ki-Moon (ehem. UN-Generalsekretär) sagte einst: „In Mädchen zu investieren, ist die beste Investition in unsere gemeinsame Zukunft.“

Es gibt viele beeindruckende Beispiele dafür, wie erfolgreich Plan Projekte für Mädchen umsetzt ohne dabei die Jungen aus den Augen zu verlieren.

Wer mag, kann sich auf der Homepage von Plan International Deutschland e.V. über solche Projekt informieren : Aktuelle News, Kampagnen & Aktionen | Plan International

Aus dem „Mädchenfonds“ werden viele sinnvolle Projekte für Mädchen finanziert.

Hier kann man für diesen Mädchenfonds spenden.